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Aufgrund der Berichterstattung der Neuen Westfälischen, in der wir uns vom Stereo Team unzutreffend dargestellt finden, möchten wir uns hier ein mal in einem offenen Brief an die NW und gleich wohl unsere Community wenden:

Liebe Neue Westfälische,

gerne möchten wir auf Eure Berichterstattung von gestern und heute eingehen.
Konkret werft Ihr uns, dem Stereo-Team, vor, am Samstagabend einer Person aus Eurer NW-Testgruppe von 13 Personen keinen Einlass gewährt zu haben, da diese Person keine gültige Meldeadresse ausweisen konnte. Das tut uns zunächst einmal leid für die betroffene Person und gerne würden wir mit ihr in Kontakt treten. Andererseits möchten wir mit diesem Schreiben auch die vorgefallene Situation darstellen.

Lasst uns dazu erklären, was warum vorgefallen ist. Wir haben im Stereo ein Bezahlsystem mit Abstreichkarten: Man bekommt als Gast eine Karte und erst beim Verlassen des Stereo bezahlt man Eintritt und Verzehr. Diese Karte ist also eine Art Kreditkarte - wenn man so will. Leider kommt es vor, dass Gäste die Karte verlieren, verlegen oder nicht genügend Geld dabei haben, um zu bezahlen. In diesen Fällen müssen wir den offenen Betrag im Nachgang durch Zustellung einer Rechnung auf dem Postweg einfordern. Und falls der schuldige Betrag dann immer noch nicht bezahlt wird, erfolgt ein reguläres Mahnverfahren – also ebenso per Post an die entsprechende Person, von der wir zwangsläufig eine gültige Meldeadresse haben müssen.

Leider gestaltet es sich nun der Art, dass Flüchtlinge und Asylanten vom Staat zunächst keine Adresse und auch keine Personalausweise bekommen, um es vereinfacht auszudrücken. So wie dies auch bei dem von Euch geschilderten Fall vermutlich ist. In diesen Fällen haben wir bisher keine reguläre Handhabe das Problem zu lösen. Und wir müssen auch gestehen, dass wir uns nicht mit allen Papieren, die zum Beispiel ein Asylsuchender hat, immer perfekt auskennen. Haben wir keine, ergo keine glaubhafte Adresse, möchten wir das Risiko unseres Forderungausfalls nicht eingehen. Denn wir haben schon eine ziemlich lange Liste offener Forderungen aus solchen Vorfällen. Vergessen darf man auch nicht, dass man diese entgangenen Einnahmen trotzdem versteuern darf und auch den Wareneinsatz zu zahlen hat. Von dem unschönen Verwaltungsaufwand ganz zu schweigen.

Von dieser strikten Praxis sind nicht nur Asylsuchende oder Flüchtlinge betroffen, auch “Personalausweisbesitzer”, die Ihren Perso vergessen haben. Wenn ihr recherchiert, liebe NW, findet ihr sicher eine große Anzahl “Deutscher”, die aus genau diesem Grund nicht ins Stereo gekommen sind. Ausnahmen machen wir nur bei Stammgästen oder Freunden des Hauses.

Um das Problem wenigstens vereinzelt für die betroffenen Flüchtlinge und Asylsuchenden zu verbessern, haben wir mit etablierten Institutionen wie zum Beispiel Pro Asyl e.V. Regelungen, wie Personen ohne die in diesem Sinne “notwendige Ausweispapiere” im Stereo feiern kommen können. Organisationen, die mit uns ebenfalls in dieser Sache in Kontakt treten wollen, können uns gerne emailen an: info@stereo-bielefeld.de.

Wie sich selbst bis zu Euren Schreibtischen, rumgesprochen haben sollte, liebe NW, ist das Stereo ein bunter Laden mit sehr liberaler und lockerer Türpolitik (in Eurem eigenen Clubtest bezeichnet Ihr uns zumindest als “Unkompliziert und rundum gelungenen” (www.nw.de/lokal/bielefeld/mitte/mitte/20409384_Viel-Koerperkontakt-hoher-Flirtfaktor.html). Wie bunt gemischt unsere Gäste sind, könnt ihr gerne selber anschauen auf einer Fotogalerie irgendeiner Party im Stereo, z.B. von unserem Geburtstag: www.stereo-bielefeld.de/galerien/fotos/facebook-album/843601692342944/.

Wir sind nicht im Ansatz rassistisch und es steht uns sehr fern, irgendjemanden zu diskriminieren. Unsere Gäste sind genau so bunt wie unser Team und so soll es bleiben. Wir möchten aber auch klar stellen: „deutsch sein“ ist kein Freifahrtsschein um ins Stereo zu kommen – „nicht deutsch sein“ aber ebenso wenig. Es wird immer wieder, jeden Abend, jede Nacht, so sein, dass jemand nicht reinkommt. Deutsche genau so wie Menschen mit Migrationshintergrund. Denn als Club vertreten wir ein bestimmtes Konzept und wir haben auch einen Sicherheitsauftrag gegenüber unseren Gästen zu vertreten. Wir finden, dass unsere Jungs an der Tür seit über 9 Jahren einen guten Job machen. Aber auch sie sind nicht unfehlbar, genau so wenig wie wir, und auch in Zukunft wird es immer wieder Unzufriedenheiten geben. Das liegt nun mal auch in der Natur der Sache.

Liebe NW, wenn Ihr wirklich an objektiver Berichterstattung interessiert seid, laden wir Euch gerne ein, bei uns vor und hinter die Kulissen zu schauen. Schaut Euch an, wie “unsere” Realität aussieht. Wie wir arbeiten, wie unsere Sicherheitsmitarbeiter arbeiten, was für Menschen wir sind. Kommt unangekündigt oder angekündigt, recherchiert offen oder verdeckt. Das ist uns ganz egal. Aber bitte berichtet nicht so banal populistisch und ohne objektiv zu recherchieren. Das steht Euch nicht.

PS: Bitte gebt demjenigen, der an dem Abend nicht zu uns reingekommen ist, doch bitte unsere Emailadresse. Gerne möchten wir Ihm persönlich die Situation erklären.

Falls sich in Zukunft übrigens doch jemand vom Stereo-Team ungerecht behandelt fühlt, freuen wir uns über eine Rückmeldung hierzu an: beschwerde@stereo-bielefeld.de

Für das Stereo-Team:
Mirko Schmidt (Geschäftsführender Gesellschafter Stereo)
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17 hours ago  ·  

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